Last updated: 07/01/09 [02:43:58] GMT


Der Weg aus der Sorgenfalle

[2008-11-18 06:01:00]

Sich darüber Sorgen zu machen, ob die Dinge gut laufen, ist eine Tätigkeit – eine Art negatives Hobby – eine Sucht. Es ist ein bequemes Hobby, weil Sie es die ganze Zeit mit sich führen und es heimlich im Stillen oder auch laut ausüben können, während Sie gleichzeitig andere Dinge erledigen. Hauptsächlich sorgt es für einen fortlaufenden Adrenalinausstoß. Und das ist auf die Dauer schädlich für die Nebennieren, erhöht das allgemeine Stresslevel und schwächt Ihr Immunsystem – was prompt dazu führt, dass Sie sich noch mehr Sorgen machen.


Die Alternative sieht allerdings nicht so aus, dass Sie die Augen davor verschließen, dass Dinge schief laufen können und es dadurch womöglich versäumen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Gegenteil – die Alternative ist, entspannt und gleichzeitig aufmerksam und wach zu sein und es Ihrem Unterbewusstsein zu erlauben, Sie Schritt für Schritt zu leiten – basierend auf der Idee, dass Ihr Unterbewusstsein Ihr Zugang zum Quantenfeld des Bewusstseins – dem Tao – ist. Indem Sie sich darauf einstimmen, wissen Sie alles, was es zu wissen gibt. Oder, anders gesagt, Sie öffnen sich dafür, sich vom Tao leiten zu lassen.


Und so funktioniert es: Legen Sie in groben Zügen fest, was Sie für einen bestimmten Zeitraum erwarten, beispielsweise „Ich wünsche mir für die nächsten drei Tage, dass ich eine Menge Dinge schnell und problemlos erledigen kann und auf dem Weg zum Erfolg in allen Bereichen meines Lebens ein gutes Stück voran komme.“ Und dann sagen Sie sich: „Mein Unterbewusstsein bereitet mich bereits auf alles vor, was ich tun muss, es leitet mich bei allem, was ich tue und sorgt dafür, dass jeder Schritt mich meinem Erfolg näher bringt.“ Alles, was Sie dann noch tun müssen, ist Ihre Sucht, sich Sorgen zu machen, die in Ihrem Vorderhirn angesiedelt ist, fallen zu lassen oder zumindest zur Seite zu schieben und sich stattdessen auf Ihr Mittelhirn zu konzentrieren, dem räumlichen Zugangspunkt zum Unterbewusstsein, und die Welt von dort zu betrachten.  


Das Nächste, was passieren wird, ist dass Ihr Unterbewusstsein Sie anstoßen wird, etwas zu tun – es wird Ihnen plötzlich danach sein, etwas Bestimmtes zu tun, genauso wie ein Kind plötzlich Lust bekommt, mit einem bestimmten Spielzeug zu spielen (und genau so wird es sich auch anfühlen) – ein Gefühl, dass man etwas Bestimmtes tun möchte, und nicht dass man es tun muss. Und das, wonach es Sie drängt, wird häufig im Widerspruch zu Ihrem von Sorge bestimmten Plan oder Ihrer To-Do-Liste stehen. Anstatt also das zu tun, was auf der Liste steht und zwar in der Reihenfolge, in der Ihr rationaler Verstand es gerne hätte, fühlen Sie sich bemüßigt, den vorgegebenen Weg zu verlassen, so wie ein Skifahrer oder Snowboarder die offizielle Piste verlässt. Vielleicht rufen Sie jemanden an oder senden eine Mail und aus dem Anruf ergibt sich eine Chance, die Sie viel schneller ans gewünschte Ziel bringt.


Es ist eine Gabe und es braucht eine gewisse Zeit, bis man sich damit arrangiert hat. Sie müssen es ausprobieren, Sie werden vermutlich ein bisschen ins Stolpern kommen und auch mal auf die Nase fallen, bevor Sie den Bogen raus haben. Aber sobald Sie ihn raus haben, sobald Sie die Verbindung zwischen Ihrem Unterbewusstsein und dem universellen Bewusstsein spüren, das alles im Universum kennt und weiß und sobald Sie für sich selbst erleben, wie brillant es arbeitet und Sie bei jedem Schritt in die optimale Position bringt, erzeugt das Ganze einen noch stärkeren Suchteffekt als das Sorgen machen und das ist gut so.


Mein Wunsch: Mögen Sie nie wieder Energie darauf verschwenden, sich Sorgen zu machen und stattdessen mit größter Leichtigkeit und Effektivität durchs Leben gleiten.


Übersetzung Beate Brandt
beate@buch-auf-reisen.com


***DER BARFUSSDOKTOR IN DEUTSCHLAND! Ab sofort können Karten für alle Veranstaltungen im Frühjahr 2009 in Hamburg, Braunschweig, Freiburg und Köln bestellt werden. Nähere Infos unter „Events“!***


Entries