Können Sie sich noch an den Moment erinnern, an dem Sie selbstkritische Fähigkeiten entwickelten? Und können Sie sich erinnern, wie Sie sich vor diesem Zeitpunkt gefühlt haben?
Glauben Sie, dass Ihre Fähigkeit zur Selbstkritik heilig ist und allein durchs Denken entsteht, oder glauben Sie, dass es eine Gewohnheit ist, die Sie in jungen Jahren übernommen haben?
Wenn Sie Ersteres annehmen, glauben Sie dann, Sie hätten trotzdem das Recht, diese Fähigkeit über Nacht abzulegen?
Und wenn Sie Letzteres annehmen, glauben Sie dann, Sie hätten die Kraft, sie fallen zu lassen?
Glauben Sie, dass Selbstkritik eine lebenswichtige Rolle spielt, weil Sie sie daran hindert vom rechten Weg abzukommen?
Oder sind Sie vielleicht der Ansicht, dass Sie Ihre Fortschritte behindert und Ihr Wachstum hemmt?
Ich frage Sie das, weil ich der Überzeugung bin, dass es sich um eine irrtümlich und unbewusst übernommene schlechte Angewohnheit handelt (übernommen von all den Erwachsenen und Autoritätspersonen, die Ihr Kinder-Ich kritisiert haben) und dass sie Ihr Wachstum behindert. Nützlich wird sie überhaupt erst nur, nachdem Sie einmal mit dem Kritisieren angefangen haben – denn dadurch haben Sie eine dauerhafte Methode eingerichtet, sich selbst durch Untergraben Ihres Selbstbewusstseins zu sabotieren und so Ihren natürlichen Zustand von Tugend und Ganzheit zu trüben. Dies wiederum führt zu einer Verzerrung Ihrer Person – und in diesem Moment brauchen Sie womöglich die Korrektur durch den inneren Kritiker, um auf der rechten Bahn zu bleiben. Aber wenn Sie die Selbstkritik von vorneherein unterlassen und so Ihren natürlichen Zustand der Tugend nicht verlassen hätten, wäre eine Korrektur oder Kritik nie notwendig gewesen.
In diesem Sinne könnte man das Ganze fast als Sucht bezeichnen.
Stellen Sie sich vor, Sie befänden sich in einem angstfreien, selbstbewussten Zustand, mit absolutem Vertrauen in Ihre Person, Ihre Entscheidungsfähigkeit und Ihre Entscheidungen und ausgestattet mit einem natürlichen Sinn für das Richtige, der sich aus Ihrem natürlich Zustand der Tugend speist. Stellen Sie sich vor, wie Sie auf diese Weise kühn von einem Erfolg zum nächsten schreiten, und zwar auf eine Weise, die automatisch jedem in Ihrer Welt Nutzen bringt.
Indem Sie es sich vorstellen, beginnen Sie es zu erschaffen.
Ich wünsche Ihnen den ganzen heutigen Tag über in allem, was Sie tun, Furchtlosigkeit, Kühnheit, Selbstvertrauen und Erfolg.
Alles Liebe, Doc
Übersetzung Beate Brandt
beate.brandt@visioncreate.de