Last updated: 08/02/12 [01:57:05] GMT

Erleuchtung statt Statussymbole

[2010-02-17 06:03:00]

Da es in einer auf Klassen beruhenden Gesellschaft immer einiges an Auf und Ab gibt und die Positionen nicht fest zementiert sind, und dies zudem dem menschlichen Urbedürfnis nach Stabilität und Dauerhaftigkeit widerspricht, sind Statussymbole für viele Menschen so wichtig. Die scheinbare Anerkennung durch andere dient als Referenzpunkt, mit dem man die fragwürdige Vorstellung von Dauerhaftigkeit verstärkt.


Doch wie wir alle wissen, ist Status nicht beständiger als ein Windhauch und die äußeren Statussymbole haben ebenso wenig Bedeutung.


Dennoch erfordert es Mut, ganz aus diesem Konzept herauszutreten und seinen Status allein daran festzumachen, ein Ausdruck des Taos in menschlicher Form zu sein – und somit das ganze Spiel zu spiritualisieren, anstatt auf Sieg zu spielen.


Und wenn Sie schon unbedingt gewinnen müssen, dann ist Erleuchtung in jedem Fall ein Preis, der sich lohnt.


Alle Formen sind im Zeitverlauf der Änderung unterworfen, was Eitelkeit in Bezug auf äußere Formen ganz offensichtlich töricht sein lässt.


Bei all dem Medien-Bombardement, das ständig stattfindet und das Status-Konzept hoch hält (unsichere Menschen sind die besten Kunden für Statussymbole) muss man schon Mut haben, um sich davon zu lösen und die größere Sicht der Dinge einzunehmen.


Die amerikanischen Ureinwohner hatten die Vorstellung, dass man an einigen Tagen in die Rolle einer Maus schlüpft und die Welt aus ihrem Blickwinkel betrachtet, während man sich an anderen Tagen als Adlers in die Lüfte schwingt und von dort oben eine andere, weiter gefasste Perspektive gewinnt.


Und so wünsche ich Ihnen an diesem Tag den Blick des Adlers und dass Sie durch diese erweiterte Perspektive zu jenem unschuldigen Zustand vor allen Statussymbolen zurückfinden, in dem Sie sich selbst als grenzenloses Wesen in einem umfassenden Abenteuer erkennen und nicht als lokal begrenzte Person, die so dringend das Haus / das Auto / den Traumurlaub haben muss.


(Inspiriert durch Beobachtungen mitten im Großstadtdschungel, bei einem kurzen Abstecher aus den waldreichen Bergen).


Alles Liebe, Doc


PS. Am 22. Mai wird der in diesem Jahr wahrscheinlich einzige Workshop mit dem Barfußdoktor in Deutschland stattfinden, und zwar in Kirchzarten bei Freiburg – es wird sicher wieder so schön, intensiv und lebensverändernd wie bei den letzten Workshops und ich freue mich schon aufs Dolmetschen! Buchung & Info: http://www.iak-freiburg.de/events/2010/05/22.die.8.prinzipien.html


Übersetzung Beate Brandt
beate.brandt@visioncreate.de


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